19.12.2016 Apple iOS iPad

Der Tablet Markt boomt und ist weit gefächert. Es gibt sie in groß und klein und jede Firma will mitmischen. Die Ur-Tablet Firma Apple bringt natürlich auch alljährlich seine neue iPads Reihe heraus. Seit letztem Jahr ist darunter auch ein 12 Zoll Tablet, welches ein direkter Angriff auf die Microsoft Surfaces ist. Im März diesen Jahres hat Apple eine 9,7 Zoll Variante vom iPad Pro in die Produkt-Palette aufgenommen, dass sich nur leicht im großen Bruder unterscheidet. Aber darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen, das haben schon genügend Online-Magazine zusammengefasst und es soll hier nicht um eine Produktvorstellung gehen. Ich habe jetzt ein halbes Jahr das iPad Pro in der 9,7 Zoll Größe in Benutzung, sei es in der Uni oder zu Hause.

Grundsätzliches

Wie ich schon sagte, hier soll es nicht um einen Produkttest oder sowas in der Art gehen, aber meine Güte ist das Ding flott. Ich hatte vorher das iPad der 4. Generation in Benutzung und natürlich ist dieses Gerät etwas in die Jahre gekommen und dementsprechend ist der Vergleich auch etwas unfair, aber die Benchmarks ordnen das neue iPad in der oberen Klasse der iOS Geräte ein. Es ist zwar nur eine Nebensächlichkeit, aber ich persönlich finde den Touch ID Sensor im iPad besser als im iPhone 5s, obwohl hier laut Apple der gleiche Sensor verbaut sein soll. Der Akku vom iPad hält wie von Apple versprochen ca. einen kompletten Uni-Tag durch, wenn man 8 Stunden in den Vorlesungen mitschreibt oder in den “Pausen” ein Spiel spielt. Mit dem iPad Pro ist auch die Unterstützung für den Apple Pencil dazu gekommen und das macht meiner Meinung nach das iPad Pro erst zum iPad Pro. Der ist Apple typisch natürlich nicht im Lieferumfang enthalten, sondern muss dazu gekauft werden. Für 109€ ist das natürlich kein Schnäppchen und ist im Vergleich zu einem Surface Pen (~60€) auch noch sehr überzogen. Jedoch lohnt sich der Kauf, weil man erst dann das komplette Potenzial des iPads ausreizen kann.

iPad Pro 9.7inch

Apps für die Uni

Kommen wir nun aber zu den wirklich wichtigen Dingen. Ich wollte mir die Papierflut von der Uni vom Hals schaffen und somit weniger in die Tasche packen. Als App zum mitschreiben benutze ich Microsoft OneNote und synchronisiere die Notizen in die OneDrive von Microsoft, weil es leider keine andere Möglichkeit gibt die Notizbücher auf das iPad zu bekommen. Die Verbindung mit dem Apple Pencil war sehr einfach: Einfach Bluetooth aktivieren, Apple Pencil mit dem Lightning-Anschluss des iPads verbinden und schon kann man loslegen. OneNote ist einfach aufgebaut und unterscheidet sich nicht besonders vom Windows Vorbild. Eine Sache habe ich aber vermisst: Unter Office 2016 gibt es in OneNote die Funktion fertige Linien und Koordinatensysteme in das Blatt einzufügen, was aber leider unter der iOS App fehlt. Um direkte Notizen in ein Skript im PDF Format zu machen, kann man auch unter dem PC diese mithilfe des PDF-Ausdrucks auf ein Blatt einfügen und dann auf dem iPad weiterarbeiten. Wer nur das Skript lesen will, kann natürlich auch den Adobe Reader oder iBooks verwenden. Darin macht das lesen und blättern durch ein Skript auch mehr Spaß, weil OneNote mit großen PDFs nicht immer ganz klar kommt. Für normale Dokumente benutze ich natürlich auch die Apps von Microsoft, weil ich sie natürlich vom PC gewohnt bin. Das heißt ich kann auch PowerPoint Präsentationen auf dem iPad wie auf dem PC öffnen und bearbeiten. Damit die Apps vollständig funktionieren muss man eine Office 365 Lizenz haben, die aber für die meisten Studenten kostenlos von der Hochschule zur Verfügung gestellt wird.

1: Hier gibt es die Office Student Lizenz >>>

Fazit

Es wird Zeit für ein Fazit. Ich könnte hier noch viel mehr über mein neues iPad reden, sowohl negativ als auch positiv. Aber ich wollte hier nur einen kleinen Einblick in meinen Uni-Alltag geben und wie sich dieser mit einem iPad Pro meistern lässt. Ein iPad war schon immer ein sehr teures Tablet und somit auch nicht für jeden Studenten preislich das beste. Ich habe für meine komplette Konfiguration, also iPad Pro mit 32GB (~660€), Apple Pencil (~109€), Apple Smart Cover (~69€) und Apple Lightning auf VGA Adapter (~50€) etwa ~900€ bezahlt (das ist schon fast Surface Pro Niveau!). Apple bezeichnet sowohl das große als auch das kleine iPad Pro als Computer Ersatz. Soweit würde ich nicht gehen, weil mir dann doch sehr wichtige Dinge fehlen würden, wie eine richtige Tastatur und Maus (auch wenn sich hier eine einfache Bluetooth-Tastatur verbinden lässt). Außerdem sind wichtige Programme nicht unter einem iPad lauffähig, wie man es bespielsweise unter macOS oder auch Windows gewohnt ist. Für mich war schon immer mein iPad der 4. Generation ein wichtiger Begleiter während der Schule und zu Hause. Das wollte ich mit der Uni verbinden und da kam mir das “neue” iPad Pro gerade Recht. Ich bin sehr zufrieden mit meinem iPad, aber ich sehe es immer noch als iPad mit einer hinzugekommenen Stiftfunktion und nicht als Notebook oder Computer Ersatz. Das Gerät, was einem Computer Ersatz am nächsten kommt ist meiner Meinung nach ein Surface Pro, jedoch bekommt man dieses in einer anständigen Konfiguration erst ab ~1000€ (Auch wenn da nicht mehr zu fehlt ;D).

Wer noch mehr über Tablets im Uni-Alltag erfahren möchte, kann bei meinem Kollegen Marvin Menzerath vorbei schauen, der einen ähnlichen Beitrag über das Surface 3 gemacht hat.

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